Omaha Hold‘em – viele glauben daran, dass diese an Beliebtheit gewinnende Pokervariante bald das Texas Hold’em als populärste Pokerspielart ablösen wird. Schon heute wird Omaha Hold‘em in den meisten Casinos angeboten und damit sie bald auch zu den Gewinnern im Omaha Hold’em gehören, erklären wir ihnen nun die Regeln und verraten ihnen, was einen guten Omaha Hold’em Spieler ausmacht.
Zuerst teilt im Omaha Hold’em der Dealer jedem Spieler am Tisch 4verdeckte Karten aus, die nur der jeweilige Spieler ansehen darf und die beiden Spieler nach dem Dealer müssen, wie im letzten Eintrag erklärt, Small Blind und Big Blind posten. Nun darf im Omaha Hold’em, wie immer im Poker, jeder Spieler der Reihe nach, vom Spieler nach dem Big Blind an beginnend, agieren. Das heißt, er kann im Omaha Hold’em , wie immer im Poker, entweder folden, also passen, wenn ihm die Hand nicht gefällt, raisen, also erhöhen, wenn er eine Starke Hand, zum Beispiel ein Paar Könige, hält oder nur das Mindestgebot – den Big Blind – callen, also auch bezahlen, um an der Runde teilhaben zu dürfen. Nachdem der Omaha Hold’em Spieler geraised, gefolded oder gecallt hat, ist der zweite Spieler an der Reihe und hat dieselben Möglichkeiten. Wenn Spieler A geraised hat, muss Spieler B aber mindestens den Raise von Spieler A callen, wenn er weiter in der Hand bleiben will. Alternativ kann er noch mal raisen oder folden. Das geht so lang im Uhrzeigersinn weiter, bis alle Spieler in dieser Setzrunde entweder gefolded oder das momentan höchste Raise gecallt haben. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Nehmen wir an, es spielen 6 Personen beim Omaha Hold’em mit. Spieler A nach dem Big Blind raised auf das vierfache des Big Blinds, Spieler B und C folden, Spieler D – der Dealer – erhöht noch mal auf das 12-fache des Big Blinds. Small Blind und Big Blind gefällt ihre Hand nicht und sie folden. Jetzt ist noch einmal Spieler A, der ursprüngliche Raiser dran und kann entweder den Re-Raise von Spieler D callen, folden oder wieder raisen. Sollte in dieser Hand Spieler D den Raise von Spieler A nur callen und Small und Big Blind folden, wäre Spieler A nicht noch einmal an der Reihe. Das alles nennt man im Poker, also auch im Omaha Hold’em eine „Setzrunde“.
Wenn diese erste von vier Setzrunden im Omaha Hold’em abgeschlossen ist, komm die zweite, der „Flop“. Dabei legt im Omaha Hold’em, wie im Texas Hold’em nun der Dealer drei Karten offen auf den Tisch, die für jeden Spieler neben seinen vier eigenen Karten gültig sind und jetzt kann wieder geboten werden, es gibt also eine Setzrunde.
Nach dem „Flop“ folgt beim Omaha Hold‘em der „Turn“, eine weitere offene Karte, die der Dealer auf den Tisch legt. Wieder findet nun eine Setzrunde statt.
Wenn sie abgeschlossen ist, kommt im Omaha Hold’em zum Schluss der „River“, eine letzte offene Karte, die der Dealer aufdeckt und die letzte Setztrunde. Sollten nach dieser noch zwei oder mehr Spieler in der Hand sein, kommt es zum „Showdown“ – das heißt, dass alle noch Verbliebenen sich aus den vier verdeckten und 5 offenen Karten das beste Pokerblatt zusammen stellen. Was Omaha Hold’em an dieser Stelle von anderen Pokervarianten unterscheidet ist, dass man für das Blatt beim Omaha Hold’em genau zwei der eigenen und genau drei der offenen Karten verwenden muss. Sollten also 2 Karo auf dem Tisch liegen und man hat 3 in der Hand, so hat man im Omaha Hold’em keinen Flush! Gleichzeitig wird es durch die 4 verdeckten Karten pro Spieler natürlich viel schwerer, abzuschätzen, was der Gegner hat und sehr viel leichter, ein starkes Pokerblatt zu bekommen. Man sollte als guter Omaha Hold’em Spieler beim pokern also nie überschätzen, dass man öfters mal 2 paare auf dem Flop hat und mehr als beim Texas Hold’em darauf achten, dass man nach dem Flop noch eine Straße oder einen Flush bekommen kann. Diese Weitsichtigkeit und die Fähigkeit, seine eigene Hand nicht zu überschätzen, zeichnen einen guten Omaha Hold’em Spieler aus.
Weiter geht es das nächste mal mit einer Abwandlung des Omaha Hold’em: Der Hi/Lo Variante! Bleiben sie dabei!

