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Aug

Informationen zu Pot Odds

Author : Gunthard

Herzlich willkommen zur Zweiten serie auf diesem Blog zum Thema Poker! In der ersten Serie, deren Artikel in den vergangenen Monaten auf diesem Blog erschienen haben wir ihnen die vielen verschiedenen pokervarianten vorgestellt, die weltweit beim online poker große Beliebtheit finden – allen voran natürlich das Texas Hold’em – und die beim live pokern in casinos und daheim gespielt werden, vor allem das seven card stud und five card draw. auf alle diese varianten wurde dabei jeweils in einem Artikel eingegangen und es wurden die Regeln genau erläutert und einige Kurztipps dazu gegeben, wie sie in jeder der varianten am effektivsten ihre Gegner ausnutzen und dominieren können. Auf vielfachen Leserwunsch befasst sich die aktuelle Serie von Artikeln nun mit dem Texas Hold em und zwar in jeder Einzelheit. Es wird Artikel zum Spiel in jeder einzelnen Setzrunde ebenso geben wie Artikel die sich mit der Grundlage des Pokerns überhaupt, dem Bankroll Management und der psychischen Komponente, also der Disziplin, befassen. In diesem heutigen Artikel geht es um die mathematische Grundlage des Spiels, die Pot Odds.

Es gibt ein berühmtes Zitat von David Spanier aus dem Jahr 1901, das lautet “The odds are merely a framework for play, like the lines of a tennis court.”
Warum dieses Zitat so wahr ist, werden sie am Ende dieses Artikels verstehen. Zunächst jedoch erklären wir ihnen, wie Pot Odds funktionieren. Pot Odds kommen immer in’s Spiel wenn sie vor der Frage stehen, ob sie eine Bet callen oder nicht. Nehmen wir ein stäntig auftretendes Beispiel: Sie haben einen Flush Draw und einen gut shot straight draw am Flop, ihr Gegner setzt sieben Dollar in einen zehn Dollar Pot, ein weiterer Gegner callt und nun sind sie an der Reihe, sie müssten sieben dollar callen um den vierundzwanzig Dollar Pot zu bekommen. In diesem moment haben sie zwölf Outs. Outs sind Karten, die ihre Hand zu der Hand verbessern, die den Pot gewinnt, wenn sie kommen. Ihre zwölf Outs setzen sich wie folgt zusammen: Neun Outs kriegen sie vom Flush draw, denn es gibt in einem poker Deck vier Farben à dreizehn Karten. Zwei von der Farbe haben sie auf der Hand, zwei liegen auf dem Tisch, verbleiben noch neun, die ihnen den Flush machen. Drei Outs kriegen sie noch vom Gut shot straight draw: nehmen wir an, sie bräuchten noch die neun zur Straße. Es gibt zwar noch vier neunen im Deck, aber eine haben sie ja schon bei den Outs vom Flush mit gezählt, deswegen bringt ihnen dieser Straight Draw nur drei weitere Outs. Das heißt, sie haben insgesamt zwölf Outs. Nun kommen wir zu den Pot Odds. Sie müssen sieben Dollar Callen um vierundzwanzig zu bekommen, das sind grob überschlagen Pot Odds von 1:3,5. Wenn wir das in Prozente umrechnen (dazu rechnen sie einfach eins durch die beiden Zahlen des verhältnisses addiert, also 1/4,5) kommen wir auf 22%. Diese 22% sind die Chance, dass wir die Hand gewinnen die wir mindestens brauchen, um den Call profitabel zu machen! Da wir zwölf Outs haben und wir mit der einfach Out-Regel wissen, dass wir unsere Chance heraus bekommen, zur nächsten Setzrunde eine unserer Karten zu bekommen die Zahl unserer Outs mal zwei ist, haben wir vierundzwanzig Prozent, dass wir am Turn eine straight oder einen Flush bekommen. Das heißt, dass wir diesen Call nach Pot Odds profitabel machen können!

Allerdings sind Pot Odds nicht alles: manchmal sollten sie callen, obwohl die Pot Odds knapp zu schlecht sind, denn was Pot Odds nicht mit einbeziehen ist das Geld, das sie noch bekommen, wenn sie ihre hand dann treffen! Pot Odds gelten quasi immer nur bis zur nächsten Setzrunde. Wenn sie also wissen, dass ihre straight gut versteckt ist, wenn sie sie treffen und deswegen ihr Gegner nicht so leicht merken wird, dass sie ihn geschlagen haben wie bei einem Flush Board, dann können sie Pot Odds auch mal missachten. Viel Glück beim Spiel mit Pot Odds!

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